Untragische Hintergrundgeschichten: Mein neues Buchcover

Der große Vorteil, wenn man ein Verlagsautorin ist: Man bekommt ein maßgeschneidertes Buchcover – und jemand anderes bezahlt dafür. Da ich den Entstehungsprozess meines neuen Covers nicht nur aus den offensichtlichen Gründen spannend fand, erzähle ich hier ein bisschen darüber.

Für meinen Verleger Holger Kliemannel stand sofort fest, das Joerg „Joerch“ Schlonies der richtige Künstler für „Drúdir“ ist. In seinem Fantasy-Art-Studio entwirft er Illustrationen, Buchcover und Konzepte für phantastische Figuren. Seine Galerie zeigt, dass er eine besondere Affinität Zwerge hat, also hat das schon einmal perfekt gepasst.

Ich habe ihm ein Exposé meines Romans, Auszüge, in denen Figuren und Orte beschrieben sind, und auch einige Skizzen geschickt. Was Joerg daraus gemacht hat, war dieser Coverentwurf:

sketch1.jpg

Da „Drúdir“ eigentlich erst 2018 erscheinen sollte, unerwartet aber doch einen Platz im Herbstprogramm 2017 erhalten hat und das Cover daher schnell fertig werden musste, war klar, dass es keine Zeit für alternative Entwürfe geben würde. Umso besser, dass gleich der Erste so aussah.

Ich bin eigentlich kein Fan von Gesichtern auf Covern, aber gerade die menschliche Gesichtshälfte der Automate ist unglaublich nahe an meinen Vorstellungen (ich schmeichle mir, dass ich bei ihrer Beschreibung wohl etwas richtig gemacht haben muss). Auch die Spannung zwischen menschlichen und Maschinenzügen weckt sofort Interesse.

Drúdir hatte ich mir anders vorgestellt, aber Joerg hatte ziemlich gute Argumente dafür, dass er möglichst zwergisch aussehen soll. Er hat sich aber gerne bereit gefunden, Drúdir einen kürzeren Bart und den langen Mantel zu verpassen, den er im Buch meist trägt.

In Farbe und mit präziser ausgearbeiteten Details sah das Cover dann so aus:

drudir_finish.jpg

Insbesondere der Hintergrund hat mich überrascht und beeindruckt. Ich hatte mir Schwarzspiegel als „Viktorianisches London meets Moria/Erebor meets Venedig“ vorgestellt, aber was Joerg geschaffen hat, ist viel interessanter und individueller – ganz zu schweigen von „steampunkiger“. Das hat mich wieder darin bestätigt, mich über jeden neuen Leser zu freuen, den mein Buch erreicht, da keine zwei Personen je das gleiche Buch lesen und mich einfach fasziniert, wie verschiedene Vorstellungen meine Worte wecken können.

Es gab nur noch ein kleines Problem: Die Haarfarbe der Automate harmonierte wunderbar mit dem Hintergrund und Farbschema, aber ich wurde von ein paar Lesern darauf angesprochen, dass sie in zu krassem Gegensatz zu dem steht, was im Buch beschrieben wird. Also habe ich Joerg noch einmal angeschrieben.

Das Resultat – und endgültige Cover – sieht so aus:

Drúdir Final.jpg

Wie ihr vielleicht gemerkt hat, hat „Drúdir“ nicht nur einen Stab mit Glühbirne, sondern auch einen Untertitel bekommen. Da der Roman sehr um die Charaktere kreist, hat mir die Idee gefallen, den Namen meiner Hauptfigur zum Titel zu machen. Für die meisten Leser ist er jedoch ein Fantasy-Wort ohne jede Bedeutung.

„Dampf und Magie“ vermittelt hoffentlich einen besseren Eindruck davon, was zwischen den Buchdeckeln wartet: Eine Welt, in der Magie und Technologie mal harmonisch koexistieren und sich mal auf eine Weise aneinander reiben, die eine Menge Funken sprühen lässt.

Wenn euch interessiert, welche Skizzen ich Joerg geschickt habe, kann ich auf diesen Beitrag verweisen.

Und wenn ihr unter den Ersten sein wollt, die das Buch in Händen halten, könnt ihr es z.B. hier vorbestellen.

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