Beinahe ein Monat…

… ist vergangen, seit Drúdir erschienen ist. Mittlerweile gewöhne ich mich daran und mein Gefühl, lediglich Autorin zu spielen, schwindet. Ich bin im Rahmen von Lesungen vielen Menschen begegnet, die entweder als Leser oder als Schöpfer eigener Kunstwerke ebenfalls gerne in phantastischen Welten unterwegs sind und freue mich allein schon aus diesem Grund über die Veröffentlichung.

Mit Liebe Selbstgemacht
Ich kann “Mit Liebe selbstgemacht” nur empfehlen – es war der perfekte Ort für meine Buchpremiere. Bild: (c) Mirka Löwenhagen

Meine Buchpremiere in “Mit Liebe selbstgemacht”, dem gemütlich eingerichteten Bastelladen und Steampunk-Café, wo ich und ein paar Freunde und Gäste “Drúdir – Dampf und Magie” mit Kuchen, Lesungen und Fragerunden, die sich schließlich in fröhliches Geblödel unter Fantasyfans aufgelöst haben, in der Welt willkommen geheißen haben, lief besser, als ich es mir je hätte träumen lassen.

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Definitiv der außergewöhnlichste Ort, an dem ich bisher aus “Drúdir” vorgelesen habe.

Auch “Darkerkant”, der “schwarzromantische Kunstsalon” auf dem Museumsschiff Cap San Diego, lief gut, aber war zugleich völlig anders als die Buchpremiere, denn meine Lesung aus “Drúdir” war in eine Reihe von Lesungen und Performances eingebettet, die zwar alle eher düsterer Natur waren, aber dennoch so verschieden, dass die Laudatorin sichtlich vor einer Herausforderung stand, als sie in ihrer Ansprache versuchte, das Event als Ganzes zu charakterisieren und in eine künstlerische Tradition einzuordnen. Auch von hier konnte ich Erinnerungen an Begegnungen mit anderen Künstlern mitnehmen, die nicht nur mit ihren Auftritten überzeugt, sondern sich auch als sehr sympathische Menschen herausgestellt haben. Z.B. konnte ich Marco Ansing und Sascha Dinse beim Vortrag aus ihren Werken zuhören. Die Lesung von Amalia Zeichnerin habe ich leider verpasst, weil ich am zweiten Tag des Events bereits wieder abgereist bin, um mich statt mit düsterer Phantastik mit internationalem Management zu beschäftigen (das Semester hat wieder begonnen und mir fehlen noch zwei der drei Veranstaltungen an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, die mein Kulturwissenschaften-Studium ergänzen).

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Auf dem Weg zur “Cap san Diego”

Allerdings hat das Autorin-Sein auch Seiten, die ich ein bisschen einschüchternd findet, sei es, dass ich mich morgen beim Finanzamt informieren gehe, wie es eigentlich mit der Versteuerung von Tantiemen aussieht (wahrscheinlich bleibt das lange eine völlig akademische Frage, aber ich will Bescheid wissen), sei es, dass ich mich daran gewöhnen muss, irgendwie eine öffentliche Person zu sein – wenn man meinen Namen googelt, ist meine Website einer der ersten Einträge, in der Bildersuche findet man mühelos eine ganze Reihe von Fotos von mir und auf Youtube gibt es ein Video von meiner Lesung bei den Tübinger Tolkien-Tagen.

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Dank Marco Ansing stimmungsvoll beleuchtet: Büchertisch bei “Darkerkant”

Natürlich war es meine Entscheidung, als Autorin in die Öffentlichkeit zu treten und Bilder von mir hochzuladen oder mit meinen Auftritten anderen Leuten die Gelegenheit zu geben, mich live zu erleben, zu fotografieren und über mich zu sprechen. Aber es fühlt sich trotzdem ein wenig seltsam an. Bestimmte Informationen über mich und Bilder von mir sind jetzt im Netz unterwegs, ein kleiner, wahrer, aber nicht repräsentativer Ausschnitt der Wirklichkeit über mich, der jetzt von jedem betrachtet, bewertet und eingeordnet werden kann – ganz zu schweigen von meinem Buch selbst, das da draußen ist, um Menschen zu überzeugen oder eben nicht.

Aber die positiven Rückmeldungen und schönen Erfahrungen, die ich mit dem Autorin-Sein verbinde, überwiegen eindeutig. Und wann immer ich an mir und meinen Entscheidungen zweifle, denke ich hieran und habe wieder gute Laune:

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One thought on “Beinahe ein Monat…”

  1. Vielen Dank fürs Verlinken. Ich bin mit Drúdir jetzt durch und bastle an einer Rezi. Soviel aber schon vorab: Hat mich in einiger Hinsicht überrascht. An Band zwei werd ich wohl nicht vorbeikommen. 😀

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